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Die Architektur

© Frank Paul / A & B ants and butterflies

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Das Haus der Kulturen der Welt besitzt für seine Arbeit ein architektonisch und historisch interessantes Gebäude. Es entstand als Beitrag der Vereinigten Staaten von Amerika zur INTERBAU 1957 in Berlin. Bei dieser internationalen Bauausstellung wurden die Entwürfe vieler prominenter Architekten im Hansaviertel ganz in der Nähe verwirklicht.

Ab 1955 arbeitete Hugh Stubbins am Design eines Gebäudes, das zu einem markanten Zeichen in der Stadtlandschaft des Nachkriegs-Berlin werden sollte. Stubbins, der vor dem 2. Weltkrieg Assistent von Walter Gropius in Harvard gewesen war, kannte Deutschland. Als Stellungnahme in der als “Kalter Krieg” bezeichneten Auseinandersetzung der Systeme plante er mit dem Bau einer Halle für kulturelle Veranstaltungen und Kongresse ein Symbol, einen „Leuchtturm der Freiheit“, der nach Osten ausstrahlen sollte. Standort wurde der ehemalige Zeltenplatz. Dort wurde der Baukörper auf einen künstlichen Hügel gesetzt, so dass seine Konturen aus dem „kommunistisch beherrschten“ Teil Berlins gut zu sehen waren.

Das Gebäude entstand nach einem Entwurf, dessen Gefühlswert von Stubbins mit “completely free” charakterisiert wurde. Das geschwungene Dach bekam denn auch fast buchstäblich die Form von Flügeln. Es verspräche, so führte der amerikanische Architekt aus, “dass hier der Freiheit der geistigen Arbeit keine Schranken gesetzt sind.” Unterstützt wurde dieser politische Gehalt durch den Bauträger, die Benjamin-Franklin-Stiftung .

Nach nur einem Jahr Bauzeit wurde die Kongresshalle am 19. September 1957 als Geschenk der US-Regierung an die Stadt Berlin übergeben. Das künstlerische Programm der Eröffnungsfeier war für die künftige Nutzung programmatisch: In einem Genremix von Theater, Symposien und Konzerten führten prominente Künstler, Wissenschaftler und Politiker einen internationalen Dialog, zwischen der Neuen und der Alten Welt.

Seit 1989 ist die Kongresshalle Sitz des damals gerade neu gegründeten Hauses der Kulturen der Welt. Es ist eine Kulturinstitution, die sich dem interkulturellen Dialog widmet und international ausgerichtet ist.

Pünktlich zum fünfzigsten Geburtstag des Gebäudes im Jahr 2007 wurde die Kongresshalle gründlich renoviert. Von Sommer 2006 bis August 2007 war das Haus der Kulturen der Welt daher eine Baustelle. Im Sommer 2007 startete es erneut sein Programm mit einem interdisziplinären Festival zum Thema New York sowie den Transatlantischen Beziehungen.

Die Restaurierung beziehungsweise Instandsetzung wurde durch eine zweckgebundene Sonderfinanzierung durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ermöglicht.

Publikationen zu Geschichte und Architektur

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Haus der Kulturen der Welt Berlin Die Neuen Architekturführer, Band 110 Mehr...