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Internationaler Programmbeirat

2017

Ein hochrangig besetzter, internationaler Programmbeirat berät das Haus der Kulturen der Welt in der Entwicklung seiner Themen. Wichtige Impulse gewinnt das Haus auch aus seiner Netzwerkarbeit, die es mit kulturellen Einrichtungen aus der ganzen Welt verbindet.

Teju Cole | © Lengemann/laif

Teju Cole | © Lengemann/laif

Teju Cole
Schriftsteller und Fotograf
Teju Cole wurde in den USA geboren und wuchs in Nigeria auf. Er ist Autor der Romane „Open City“ und „Every Day is for the Thief“ (in deutscher Sprache erschienen unter dem Titel „Jeder Tag gehört dem Dieb“), sowie der Essay-Sammlung „Known and Strange Things“. Für seine Arbeit hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den PEN/Hemingway Award, den New York City Book Award, den Windham Campbell Prize, sowie im Jahr 2013 den Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt. Er ist Distinguished Writer in Residence am Bard College New York, und schreibt regelmäßig im New York Times Magazine über Fotografie. In Kürze wird das Buch „Blind Spot“ erscheinen, und zwar begleitet von einer Solo-Ausstellung seiner fotografischen Arbeiten an der Steven Kasher Gallery in New York im Sommer 2017.

Nick Currie | Foto: privat

Nick Currie | Foto: privat

Nick Currie (Osaka / Japan)
Nick Currie wurde in Schottland geboren und verbrachte seine Jugendjahre in Edinburgh, Athen und Montréal. 1984 schloss er sein Studium an der Universität Aberdeen ab, zog nach London und begann unter dem Künstlernamen „Momus“ Popschallplatten zu produzieren. Seitdem hat er in Berlin, New York und Osaka gelebt und mehr als 30 Alben und sechs Romane veröffentlicht. Darüber hinaus ist er mit Kunstperformances aufgetreten und publiziert kontinuierlich journalistische Beiträge.

Prof. Dr. David Theo Goldberg | © Sebastian Bolesch / HKW

Prof. Dr. David Theo Goldberg | © Sebastian Bolesch / HKW

Prof. Dr. David Theo Goldberg (Irvine CA / USA)
Direktor und Professor am Humanities Research Institute der University of California, geschäftsführender Direktor des Digital Media and Learning Research Hub
David Theo Goldberg, geboren in Südafrika, studierte Philosophie und Ökonomie in Kapstadt und New York, und hat an einer Reihe von Universitäten gelehrt, bevor er im Jahr 2000 Direktor des University of California Humanities Research Institute wurde. Goldbergs umfangreiche Forschungen umfassen Fragen rund um politische Theorie, Recht und Gesellschaft sowie kritische Rassentheorie und Rassismus, Cultural Studies, Gender Studies und Ethnic Studies. Zu diesen Themen hat Goldberg zahlreiche Publikationen vorgelegt.

Prof. Dr. Encarnación Gutiérrez Rodríguez | © Macarena Gonzalez Ulloa

Prof. Dr. Encarnación Gutiérrez Rodríguez | © Macarena Gonzalez Ulloa

Prof. Dr. Encarnación Gutiérrez Rodríguez (Giessen / Deutschland)
Soziologin, Professorin für Allgemeine Soziologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen
Encarnación Gutiérrez Rodríguez studierte Soziologie, Politikwissenschaften und Romanistik in Frankfurt/Main, Lyon und Quito/Ecuador. Sie lehrte und arbeitete an den Universitäten von Manchester und Hamburg, sowie in den USA, Brasilien, Argentinien, Mexiko, Portugal, Schweden, Finnland, Österreich und der Schweiz. Ihre Interessen liegen u.a. im Bereich globaler Ungleichheiten und ihrer lokalen Ausprägung sowie der Anwendung einer postmarxistischen und dekolonialen Perspektive auf Migration, Arbeit und Kultur. Ihre Forschungsprojekte konnten zum Teil mit der Unterstützung der DFG, der British Academy, der EU und der Ford Foundation realisiert werden. Gutiérrez Rodríguez hat umfangreich publiziert.

Ranjit Hoskoté | Foto: Nancy Adajania

Ranjit Hoskoté | Foto: Nancy Adajania

Ranjit Hoskoté (Bombay / Indien)
Autor, Kulturtheoretiker, Kurator, Generalsekretär des PEN All-India Centre
Ranjit Hoskoté ist Dichter, Kulturtheoretiker und Kurator. Er hat rund 30 Bücher veröffentlicht, darunter Gedichtsammlungen, Bände zur Kunstkritik, Übersetzungen und kulturgeschichtliche Studien. Seine Texte über Kunst, Architektur, Literatur und Kulturpolitik werden in internationalen Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. Zu seinen zentralen Interessen gehören die Geschichte des transkulturellen Austauschs und die Möglichkeiten eines kritischen Kosmopolitismus. Hoskoté hat die 7. Biennale von Gwangju kokuratiert (2008), und war Kurator des ersten Pavillons von Indien bei der Biennale von Venedig (2011).

Prof. Dr. Eva Illouz | Foto: David Vinocur

Prof. Dr. Eva Illouz | Foto: David Vinocur

Prof. Dr. Eva Illouz (Jerusalem / Israel)
Soziologin, Kulturwissenschaftlerin, Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität, Jerusalem, Präsidentin der Bezalel Academy of Arts and Design, Jerusalem
Eva Illouz, aufgewachsen in Frankreich, studierte Soziologie, Kommunikation, Literatur und Kulturwissenschaften in Paris, Jerusalem und Philadelphia, wo sie an der Universität von Pennsylvania ihren Doktortitel erhielt. Sie war Gastprofessorin in Princeton, Paris und Frankfurt/Main, wo sie 2004 die Adorno-Vorlesungen hielt, sowie Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Ihre Bücher, in denen sie den Zusammenhängen von Konsumgesellschaft, Medien, Kapitalismus und Gefühlen nachgeht, sind in 15 Sprachen übersetzt und erreichen hohe Auflagen. Sie hat zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten.

Hassan Khan | © Sebastian Bolesch / HKW

Hassan Khan | © Sebastian Bolesch / HKW

Hassan Khan (Kairo / Ägypten)
Künstler, Musiker, Autor
Hassan Khan arbeitet mit Bild, Ton, Text und Raum, er produziert audiovisuelle Medien, Videos, Installationen und Performances. Zu seinen letzten Ausstellungen gehören Museum of Rhythm am Muzeum Sztuki in Lodz, 2017; The Portrait is an Address am Beirut Art Center, 2016; The Slapper and the Cap of Invisibility bei der Montreal Biennial, 2016; Flow My Tears, The Policeman Said am Museum für Moderne Kunst, Frankfurt, 2015; The Flying Saucer bei der Sharjah Bienniale, 2015; Kodak Passageway, D-CAF, Kairo 2014 und The Unrest of Forms in der Wiener Secession, 2013. Hassan Khan war bei SALT in Istanbul (2012); der Documenta 13 in Kassel 2012, zeigte Intense Proximity bei der Paris Triennial, 2012 und The Ungovernables zur New Museum Triennial in New York, ebenfalls 2012. Khan tritt regelmäßig mit eigenen Kompositionen auf, unter anderem im Solomon R. Guggenheim Museum, New York, 2016; in Sursock Gardens, Beirut, 2016; in der Whitechapel Gallery, London, 2015; beim SVNMASH Music Festival, Mailand, 2015; im Portikus, Frankfurt, 2015; beim Toulouse International Art Festival, 2014; beim Maerz Musik Festival, Berlin, 2013 und 2017 sowie bei Ghetto, Istanbul, 2013. Zu seinen Buchveröffentlichungen gehören "Twelve Clues" (2016), "The Agreement“ (2011) und "Nine Lessons Learned from Sherif El Azma“ (2009). Khan lebt und arbeitet in Kairo.

Sunjung Kim | Foto: Jung My

Sunjung Kim | Foto: Jung My

Sunjung Kim (Seoul / Südkorea)
Sunjung Kim ist Direktorin des Art Sonje Center, Seoul, und Kuratorin des REAL DMZ PROJECT, bei dem Themen rund um die Teilung Koreas aufgegriffen werden. Zwischen 1993 und 2004 war Kim Chefkuratorin des Art Sonje Center, und im Jahr 2005 Beauftragte für den koreanischen Pavillon bei der 51. Biennale von Venedig. Sie war künstlerische Leiterin von Media City Seoul (2010), künstlerische Kodirektorin der Gwangju Biennale (2012) und künstlerische Direktorin des ACC Research & Archive im Asian Culture Center Gwangju (2014-2015).

Prof. Dr. Hansjürgen Rosenbauer | © Sebastian Bolesch / HKW

Prof. Dr. Hansjürgen Rosenbauer | © Sebastian Bolesch / HKW

Prof. Dr. Hansjürgen Rosenbauer (Berlin / Deutschland)
Kulturtheoretiker, Moderator, Vorsitzender des Medienrats der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB), Mitglied des Aufsichtsrats der KBB GmbH seit 2007. Hansjürgen Rosenbauer studierte Politikwissenschaften, Soziologie und Germanistik in Frankfurt/Main und New York. Er arbeitete als Journalist und Moderator für verschiedene Rundfunk- und TV-Sender, u.a. als Leiter der Auslandsredaktion und des Programmbereichs Kultur, Wissenschaft, Bildung beim WDR. Von der Gründung im Jahre 1991 bis zur Fusion mit dem Sender Freies Berlin im Mai 2003 war er Intendant des Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg. Er war Präsident von INPUT (International Public Televison Conference) und Professor an der Kunsthochschule für Medien, Köln.