Fr, 24. Januar 2014 — Mo, 24. Februar 2014

#2 Imperium der Berechnung

Können wir die Erde kontrollieren?

Das Anthropozän Observatorium #2 | 3-Schluchten-Staudamm, Yichang (Hubei), China 1998, Modell | © Armin Linke

Das Anthropozän Observatorium #2 | 3-Schluchten-Staudamm, Yichang (Hubei), China 1998, Modell | © Armin Linke

Eine Wissensstation, ein stetig sich vergrößerndes Reservoir: Das Observatorium beobachtet weltweit die sonst nur Spezialisten vorbehaltenen Institutionen, Labore und Arbeitsstätten, um die immer komplexer werdende Beziehung zwischen abstrakten Modellen, konkreten Orten und sozialer Organisation nachzuzeichnen.

Mit Beginn des Jahres öffnet das Observatorium erneut mit der Episode #2, um sich fortan dem Besucher in kontinuierlicher Weiterentwicklung bis zum Finale im Herbst zu präsentieren.

Episode #2 des Observatoriums widmet sich der Geschichte und Gegenwart der mathematischen Berechnung sowie der Planung, Modellierung und des Managements dynamischer Prozesse seit Beginn der Neuzeit. Es zeichnet ein Bild von deren räumlichen und menschlichen Auswirkungen sowie geopolitischen Effekten zuerst in der Kolonialzeit und Industrialisierung, später in der Kybernetisierung, die zur heutigen Modellierung und Risikokalkulation globaler Prozesse führt. Existiert eine komplexe Welt jenseits der mit Unmengen an Daten gespeisten, aber immer reduktiven Modelle? Sind der Klimawandel, die Weltwirtschaft, die Ozeane etc. nun unter Kontrolle oder führt die Idee der Kontrollierbarkeit zu immer größeren blinden Flecken, Kollateraleffekten und Risiken?

Ein Projekt von Armin Linke, Territorial Agency (John Palmesino und Ann-Sofi Rönnskog) und Anselm Franke

Im Rahmen von:
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