Internationaler Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt 2014


Preisverleihung & Lange Nacht der Shortlist 3. Juli 2014

Festrednerin Yoko Tawada | © Santiago Engelhardt

Festrednerin Yoko Tawada | © Santiago Engelhardt

Katharina Raabe, Iris Radisch, Zsófia Bán & Miriam Japp (v.l.n.r.) | © Santiago Engelhardt

Katharina Raabe, Iris Radisch, Zsófia Bán & Miriam Japp (v.l.n.r.) | © Santiago Engelhardt

Almuth Carstens, Madeleine Thien & Egon Ammann (v.l.n.r.) | © Santiago Engelhardt

Almuth Carstens, Madeleine Thien & Egon Ammann (v.l.n.r.) | © Santiago Engelhardt

Dany Laferrière und Beate Thill | © Santiago Engelhardt

Dany Laferrière und Beate Thill | © Santiago Engelhardt

Bernardo Kucinski und Sarita Brandt | © Santiago Engelhardt

Bernardo Kucinski und Sarita Brandt | © Santiago Engelhardt

Sabine Peschel, Eike Schönfeld, Laurenz Bolliger & Dulcie Smart (v.l.n.r.) | © Santiago Engelhardt

Sabine Peschel, Eike Schönfeld, Laurenz Bolliger & Dulcie Smart (v.l.n.r.) | © Santiago Engelhardt

Georgi Gospodinov und Alexander Sitzmann (rechts) | © Santiago Engelhardt

Georgi Gospodinov und Alexander Sitzmann (rechts) | © Santiago Engelhardt

Preisverleihung und Lange Nacht der Shortlist, Juli 2014 | © Santiago Engelhardt

Preisverleihung und Lange Nacht der Shortlist, Juli 2014 | © Santiago Engelhardt

Der Internationale Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt 2014 geht an den haitianisch-kanadischen Autor Dany Laferrière und die Übersetzerin Beate Thill für den aus dem Französischen übertragenen Roman „Das Rätsel der Rückkehr“.

„‚Das Rätsel der Rückkehr‘ ist Dany Laferrières persönlichstes und zugleich gelungenstes Buch: Ein unangestrengtes Selbstgespräch des frankophonen Autors über seine Rückkehr ins Land der Geburt, auf den Spuren seines verstorbenen Vaters; ein poetischer Monolog wie ein Saxophon-Solo, beginnend im kanadischen Exil und endend im bitterarmen Haiti, eine literarische Identitätssuche, die den Leser auf selbstverständliche Weise in den Text mit einbezieht. Dany Laferrière, Träger des Prix Médicis und neuerdings Mitglied der Académie française, stellt sich hier in kongenialer Weise der Herausforderung von Aimé Césaires Manifest ‚Cahier d'un retour au pays natal’. Der Rhythmus des Originals im Wechsel von Lyrik, Prosa und essayistischer Reflexionen wird treffend eingefangen in der einfühlsamen Übersetzung von Beate Thill“, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Aus den insgesamt 154 eingesendeten Titeln hatte die diesjährige Jury (Egon Ammann, Hans Christoph Buch, Leila Chammaa, Kersten Knipp, Sabine Peschel, Jörg Plath und Iris Radisch) zunächst sechs Titel für die Shortlist ausgewählt. 81 deutschsprachige Verlage hatten an der Ausschreibung teilgenommen; ihre Autoren stammen aus 64 Ländern, die Titel wurden übersetzt aus 27 Sprachen.

Die für die Shortlist nominierten Autoren und Übersetzer sowie die Jurymitglieder präsentierten bei der Langen Nacht der Shortlist am 3. Juli in Gesprächen und Lesungen alle Titel der Shortlist 2014. Festrednerin des Abends war die Übersetzerin und Wortkünstlerin Yoko Tawada. Im Rahmen der Preisverleihung lasen Dany Laferrière und Beate Thill aus „Das Rätsel der Rückkehr“; die Laudatio auf die beiden Preisträger hielt Juror Hans Christoph Buch.

Der INTERNATIONALE LITERATURPREIS – HAUS DER KULTUREN DER WELT ist mit 25.000 € für den Autor und 10.000 € für die Übersetzerin dotiert.