Staat 1–4

Von Rimini Protokoll
2016–2018

Staat 1–4 | © Rimini Protokoll

Staat 1–4 | © Rimini Protokoll

Schafherde morgens auf einer Straßenkreuzung in Köln | © Túrelio (via Wikimedia-Commons), 2002 / Creative Commons CC-BY-SA-2.5

Schafherde morgens auf einer Straßenkreuzung in Köln | © Túrelio (via Wikimedia-Commons), 2002 / Creative Commons CC-BY-SA-2.5

Rimini Protokoll | Gesellschaftsmodell Großbaustelle (Staat 2), Düsseldorfer Schauspielhaus, Copyright: Benno Tobler

Rimini Protokoll | Gesellschaftsmodell Großbaustelle (Staat 2), Düsseldorfer Schauspielhaus, Copyright: Benno Tobler

Rimini Protokoll | Top Secret International (Staat 1), Glyphotek München © 2016 Gabriela Neeb

Rimini Protokoll | Top Secret International (Staat 1), Glyphotek München © 2016 Gabriela Neeb

© Rimini Protokoll

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Welche Akteure und Netzwerke gewinnen in der Postdemokratie an Einfluss? Wer besetzt die Lücken, die in den einst von den drei Staatsgewalten regulierten Sphären aufscheinen? Exemplarisch untersucht das Autoren-Regie-Kollektiv Rimini Protokoll Phänomene der Postdemokratie in vier Theaterproduktionen.

Die Demokratie steckt in der Krise: Zwar haben Bürgerbeteiligungen in politischen Entscheidungsprozessen zugenommen und die politischen Gremien werden ordentlich gewählt. Doch handeln die Repräsentant*innen, die politischen Akteur*innen und Institutionen im Sinne des Gemeinwohls? Oder erhärten sich die Befürchtungen, dass PR-Strateg*innen und privat finanzierte Beratungs- und Anwaltsteams die Geschicke zur Steuerung einer immer globaler agierenden Gesellschaft den Händen der Politiker*innen entreißen? Und warum entscheiden sich Letztere immer kurzfristiger und unter größerem Handlungsdruck für die vermeintlich einzige Lösung? Besteht der Staat in seiner neoliberalen Ausprägung nur noch aus formellen, aber schwachen Hülsen, nur noch aus Überbleibseln der Moderne, während essentielle Entscheidungen von Interessensverbänden und Unternehmen beeinflusst werden, die jeder rechtsstaatlichen Kontrolle durch die Hintertür ihrer internationalen Firmennetzwerke entwischen?

Mit der Serie Staat 1–4 begibt sich Rimini Protokoll auf eine Recherche in die Felder außerhalb dessen, was heute vom Nationalstaat organisiert und kontrolliert werden kann. Rimini Protokoll schaut zurück auf das Wesen der Gewalten, deren Teilung einmal die wesentlichen Mechanismen zur Kontrolle des staatlichen Gefüges strukturieren sollte. Inwieweit sind diese Gewalten noch in der Lage, die entscheidenden Impulse zur Veränderung, denen die Gesellschaften ausgesetzt sind, zu regulieren?

Im Rahmen von 100 Jahre Gegenwart.
Konzept, Text, Regie: Helgard Kim Haug, Stefan Kaegi, Daniel Wetzel (Rimini Protokoll)
Dramaturgie: Imanuel Schipper

Theaterproduktionen

Gesamtaufführung in Berlin: Anfang März 2018
Vorverkauf startet im Februar