Kongress für kulturelle Freiheit (AT)


Eröffnung 2.11.2017

Den Fragen nach den geopolitischen und ideologischen Rahmenbedingungen der Kunst und ihrer institutionellen Legitimierung widmet sich im Herbst eine große Ausstellung über den sogenannten Kongress für kulturelle Freiheit. Der 1950 in West-Berlin gegründete Kongress förderte weltweit zahllose kulturelle Organe und Ereignisse der liberalen Linken. Erst 1967 stellte er sich als CIA-finanzierter Teil der Strategie zur Eindämmung des Kommunismus heraus. Die im Namen des „Kongress für kulturelle Freiheit“ durchgeführte Kulturpolitik hatte unter anderem Einfluss auf die vieldiskutierte Verlagerung der Avantgarde vom Vorkriegs-Kunstzentrum Paris nach New York. Weniger bekannt sind die außereuropäischen Aktivitäten des „Kongress für kulturelle Freiheit“, der auch in anti- und postkolonialen Kontexten eine wichtige Rolle spielte. Diese Aktivitäten sollen in der Ausstellung besondere Berücksichtigung finden. Kurator*innen der Ausstellung sind Anselm Franke, Nida Ghouse, Paz Guevara, Antonia Majaca und Michael Vazquez.

Im Rahmen von Kanon-Fragen 2016-2019

Ausstellung

Eröffnung 2.11.2017