Do, 21. September 2017Sa, 23. September 2017

Aleppo. A Portrait of Absence

Von Mohammad Al Attar

© Ammar Abd Rabbo

© Ammar Abd Rabbo

Städte finden ihre Gestalt in den Erzählungen ihrer Bewohner*innen. Sie haften im Gedächtnis als eine Mischung aus Erfahrung und Vorstellung, aus Vergessenem und Erhofftem. Am Ende bleiben allein die Geschichten. Ausgehend von dieser Prämisse befragte Mohammad Al Attar die Einwohner*innen Aleppos nach Orten, die ihnen am Herzen liegen. Getrieben von dem Wunsch, sich nicht einer Sprache des Verlusts zu unterwerfen, entstand eine Reihe kleiner, intimer Eins-zu-eins-Performances, die – zusammengesetzt aus Erzählungen und Zeugnissen – die Verbindung zu diesen Orten zu halten vermögen. Es ist aber auch eine Reflexion über Sprache an sich, die Notwendigkeit zu sprechen und zuzuhören. Geschichten können Schönheit bewahren und ihre Zuhörer*innen ermutigen, eigene Bilder zu komponieren, indem sie die Freiheit gewähren, auch Orte zu rekonstruieren, die es vielleicht gar nicht mehr gibt.

In Zusammenarbeit mit dem Theaterregisseur Omar Abusaada und der Bühnenbildnerin Bissane Al Charif

Rechercheinterviews: Sadik Abdul Rahman, Marcell Shehwaro, Odai Al Zoubi