Mi, 01. November 2017

Merkur-Gespräch #10: Krise der repräsentativen Demokratie?

Mit Gertrude Lübbe-Wolff und Philipp Manow

Zunehmende Entfremdung zwischen Bürgerschaft und politischen Eliten, sinkende Wahlbeteiligungen, wachsendes Misstrauen gegenüber der EU und das Erstarken populistischer Bewegungen: Sind das Zeichen für eine Krise der repräsentativen Demokratie? Ein Gespräch mit der ehemaligen Verfassungsrichterin Gertrude Lübbe-Wolff und dem Politikwissenschaftler Philip Manow.

Gertrude Lübbe-Wolff ist seit 1992 Professorin für Öffentliches Recht an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bielefeld. Im Jahre 2000 wurde Lübbe-Wolff mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem höchstdotierten deutschen Wissenschaftspreis, ausgezeichnet. Von 2002 bis 2014 war sie Richterin des Bundesverfassungsgerichts. Zuletzt erschienen: Das Dilemma des Rechts: Über Strenge, Milde und Fortschritt im Recht (2017)

Philip Manow ist seit 2010 Professor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Bremen. 2014 startete er am Wissenschaftskolleg Berlin das Projekt Dinge und Orte der Demokratie, das die dingliche Seite der Politik, wie die Wahlurne, das Parlamentsprotokoll, die Bannmeile, die Großbildleinwand auf dem Parteitag etc., aus empirisch-kulturwissenschaftlicher Sicht untersucht. Zuletzt erschienen: Die zentralen Nebensächlichkeiten der Demokratie. Von Applausminuten, Föhnfrisuren und Zehnpunkteplänen (2017)

Das Gespräch wird moderiert von Christian Demand (Herausgeber Merkur).

In Kooperation mit Merkur – Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken