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Bodybits | Marie-Luise Angerer: Rather a Cyborg than a Goddess

Bodybits
Analoge Körper in digitalen Zeiten
Mo, 28. März 2011 — Fr, 01. April 2011

Marie-Luise Angerer: Rather a Cyborg than a Goddess

Mit der Denkfigur der Cyborg hat Donna Haraway Anfang der 1980er Jahre eine aufgeregte Debatte um gender trouble (Judith Butler 1990) und technologies of gender (de Lauretis 1994) vorweg genommen: Körper und Technik unterhalten ein intrinsisches Verhältnis. Den Begriff der Cyborg entlehnte Haraway der Raumfahrttechnik, um deutlich zu machen, dass Menschen längst ihr Leben und Überleben technischen Bedingungen verdanken.

Inzwischen hat diese Diskussion ihre bipolare Ausrichtung überwunden und statt eines entweder für die Technik – oder gegen sie können zahlreiche Versuche beobachtet werden, auszuloten, was die Körper alles können. Die Feststellung von Spinoza, dass wir nicht wissen, was die Körper alles können, hat in Film und Kunst ein wunderbares Labor.

Marie-Luise Angerer ist Professorin für Medien- und Kulturwissenschaften an der Kunsthochschule für Medien Köln und war von 2007 bis 2009 Rektorin der KHM. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Medientechnologien, Gender- und Körpertheorien. Sie publizierte u.a. "Menschen & Andere", Heft 4 der Zeitschrift für Medienwissenschaft (März 2011, mit Karin Harrasser); "Vom Begehren nach dem Affekt" (2007); "Future Bodies. Visualisierung von Körper in Science und Fiction" (2002, mit Kathrin Peters and Zoë Sofoulis); "Gender goes Life. Lebenswissenschaften als Herausforderung für die Gender Studies" (2008 mit Christiane König).