Biographien der Teilnehmer und Kuratoren

Gautam Bhan hat seinen Doktor an der University of California, Berkeley, abgelegt und lehrt am Indian Institute for Human Settlements (IIHS), wo er sich mit den Themen urbaner Armut, Entwicklung, Wohnungswesen, Planungstheorie und zeitgenössicher Politik in Indien beschäftigt. Als verantwortlicher Wissenschaftler ist er an dem auf drei Jahre angelegten Forschungsprojekt Re-framing Urban Inclusion beteiligt, das neue Rahmenbedingungen zu Konzeptionen und Praktiken für egalitärere Städte in Indien auslotet. Bhan ist Mitverfasser von Swept off the Map: Surviving Eviction and Resettlement in Delhi (Yoda Press 2008).

Ilana Feldman ist Professorin für Anthropologie, Geschichte und Internationale Studien an der George Washington University. Sie hat unter anderem Governing Gaza: Bureaucracy, Authority, and the Work of Rule, 1917-67 (Duke University Press, 2008) und In the Name of Humanity: The Government of Threat and Care (Duke University, 2010; hg. mit Miriam Ticktin) veröffentlicht. In ihren aktuellen Forschungen widmet sie sich der Erfahrung der Palästinenser mit humanitärer Hilfe seit 1948 und untersucht auf der einen Seite, wie diese Hilfsmaschinerie das palästinensische soziale und politische Leben geprägt hat, und auf der anderen, wie die palästinensische Erfahrung den weiteren Bereich der humanitären Hilfe beeinflusst hat.

Sandi Hilal und Alessandro Petti sind Architekten und forschen gemeinsam im Bereich des Städtebaus und der Stadtentwicklung. Sie sind Mitbegründer von DAAR – Architekturbüro und Künstler-Residency-Programm – das konzeptionelle Spekulationen und architektonische Interventionen kombiniert. DAAR hat 2010 den Prince Claus Award für Architektur und den Foundation for Arts Initiative Grant gewonnen, war im selben Jahr auf der Shortlist für den Iakov Chernikhov Prize und ist weiterhin mit unterschiedlichen Projekten auf Biennalen und in Museen überall auf der Welt vertreten ( decolonizing.ps ). Hilal und Petti engagieren sich auch in kritischer Pädagogik; sie sind Gründungsmitglieder von „Campus in Camps“, einem experimentellen Bildungsprogramm der Al Quds University, präsentiert vom Phoenix Center im Dheisheh Flüchtlingscamp, Bethlehem ( campusincamps.ps ).

Elena Isayev ist Dozentin für Klassische und Antike Geschichte an der University of Exeter. Als Historikerin und Archäologin dient ihr der Mittelmeerraum der Antike als Ausgangspunkt, um Fragen zur Gesellschaft, Zugehörigkeit und Migration zu erforschen. Sie hat in interdisziplinären Projekten mit Künstlern, Architekten und Flüchtlingen in Palästina gearbeitet. Al Hauptverantwortliche forscht sie in dem Projekt De-Placing Future Memory, mit dem AHRC-Programm Beyond Text. Aktuell arbeitet sie an der Monografie Migration, Mobility, and Place, Relational Paradigms from Ancient Italy (wird 2015 erscheinen).

Omar Nagati arbeitet als Architekt und Stadtplaner in Kairo. Er hat an der University of British Columbia, Vancouver, und an der University of California, Berkeley, studiert und verfolgt in seiner Arbeit einen interdisziplinären Ansatz in Stadtgeschichte und -gestaltung; er zieht für seine Forschung zudem Theorien der vergleichenden Analyse heran und beschäftigt sich mit Fragen der Informalität von Städten in Entwicklungsländern. Nagati lehrt am Urban Design Studio der MSA University in Giza und hat erst kürzlich CLUSTER, eine Plattform für kritische Stadtforschung und Gestaltungsinitiativen in Kairo, mitbegründet.

Pelin Tan ist Soziologin und Kunsthistorikerin. Sie hat ihren Doktor in Kunstgeschichte an der Istanbul Technical University zu dem Thema “Locality as a Discursive Concept in Recent Socially Engaged Practice” abgelegt. Zurzeit arbeitet sie als Dozentin und Vize-Dekanin an der Fakultät für Architektur der Mardin Artuklu University. Ihre Texte wurden in zahlreichen Publikation veröffentlicht, unter anderem in The Ethics of Locality: Urban Commons and The Unconditional Hospitality and Threshold Architecture (dpr barcelona -2014) und Arazi (Critical Spatial Practice Serie- Sternberg Press 2015).