Kader Attia

Kader Attia wuchs in Algerien und in den Vororten von Paris auf. In seiner Arbeit bildet die Erfahrung, Teil von zweier Kulturen zu sein, den Ausgangspunkt für eine dynamische Praxis, die sich mit ästhetischen und ethischen Fragen auseinandersetzt und die zwischen westlichem Denken und nicht-westlichen Kulturen liegen. Er untersucht die Identitätspolitik der historischen kolonialen Epochen und zeigt wie die diese Traditionselemente der Moderne bis heute eine globalisierte Welt prägen. Seit einigen Jahren beschäftigt sich Kader Attias Forschung mit dem Konzept der „Reparatur“ als einer Konstante in der menschlichen Natur. Ob von der Kultur zur Natur, vom Geschlecht zur Architektur oder von der Wissenschaft zur Philosophie - alle Systeme des Lebens befinden sich in einem unendlichen Reparaturprozess. Zu seinen zahlreichen Ausstellungen gehören: Sacrifice und Harmony, eine Einzelausstellung im Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main; Contre Nature, eine Einzelausstellung im Beirut Art Center; und Continuum of Repair: Das Licht der Jakobsleiter, eine Einzelausstellung in der Whitechapel Gallery, London. 2016 wurde er mit dem Prix Marcel Duchamp ausgezeichnet.