Schools of Tomorrow


2017–2018

Eva Kot’átková | Educational Model, 2009, Edition 2/3, Art Collection Telekom | © the artist, courtesy of hunt kastner, Prague

Eva Kot’átková | Educational Model, 2009, Edition 2/3, Art Collection Telekom | © the artist, courtesy of hunt kastner, Prague

Schulen sind Labore der Gesellschaft von morgen. Doch wie können sie zu Orten werden, in denen Zukunft entsteht? Welche gesellschaftlichen Akteur*innen braucht es dazu? Und was konkret wünschen sich Schüler*innen? Seit 2017 gehen Schüler*innen, Künstler*innen, Pädagog* innen und Wissenschaftler*innen gemeinsam der Frage nach, wie Schule mitgestaltet werden kann. Alle Ideen aus dem Schulalltag und Konzepte für die Schulpraxis, die seit Mai 2017 in einer Auftaktkonferenz, in neunzehn Schulprojekten und einem Ideenwettbewerb verhandelt wurden, laufen im Juni 2018 zusammen in einem großen Abschlussprogramm: dem Testlauf für die Schule von morgen.

Schools of Tomorrow blickt in die Zukunft und zugleich in die Vergangenheit: Vor 100 Jahren versuchten Reformpädagog*innen weltweit, Grundlagen für ein neues Lernen und Lehren zu schaffen. Industrialisierung, globale Migration und Verstädterung hatten für tiefgreifende Umbrüche gesorgt. Der Philosoph und Pädagoge John Dewey entwickelte 1915 in seiner wegweisenden Publikation Schools of To-Morrow gemeinsam mit seiner Tochter Evelyn seine Erziehungstheorie entlang einer Reihe von Schulexperimenten in den USA. Bis in die Gegenwart wirkt sein pädagogischer Ansatz fort, der Schüler*innen auf die aktive Mitgestaltung der Gesellschaft vorbereiten soll. Aktuell steht das Bildungssystem vor neuen Herausforderungen wie Digitalisierung und Migration. In Anlehnung an Dewey erprobt Schools of Tomorrow experimentelle pädagogische Ansätze und stellt sich der Frage, wie Lernen heute organisiert werden kann.

Kuratiert von Silvia Fehrmann
Im Rahmen von 100 Jahre Gegenwart

Schools of Tomorrow.
Testlauf für die Schule der Zukunft

13. & 14.06.2018
jeweils ab 15h