Rania Stephan, train-trains (where’s the track), 1999 (Filmstill)
Akram Zaatari, In This House, 2005 (Filmstill)
Rabih Mroué, Sand in the Eyes, 2017
© Ammar Abd Rabbo

Fr., 15. September 2017 — Sa., 07. Oktober 2017

Why Are We Here Now?

3 Wochenenden mit Adania Shibli, Mohammad Al Attar, Rabih Mroué

Performances, Präsentationen, Vorträge

15.9.–7.10.2017

Wie lässt sich die Vergangenheit in die Gegenwart einschreiben – nicht als Relikt, sondern als gelebte Erfahrung im „Hier und Jetzt“? Adania Shibli, Mohammad Al Attar und Rabih Mroué erforschen die politischen, sozialen und kulturellen Transformationsprozesse des vergangenen Jahrhunderts im südlichen und östlichen Mittelmeerraum.

Bewusst meiden sie die großen Erzählungen Fortschritt, Zivilisation, Orientalismus. Nicht die Produktion von Wissen über eine unwiderrufliche Wahrheit steht hier im Vordergrund, sondern neue Perspektiven, scheinbar nebensächliche Details, verborgene Verbindungslinien und bislang kaum erforschte Narrative.

Die Autorin und Kulturwissenschaftlerin Adania Shibli folgt in After the Wildly Improbable den Spuren des osmanischen Eisenbahnnetzes, um sein Potenzial als Zeuge der Verwerfungen des 20. Jahrhunderts offenzulegen. Gegen die Sprache des Verlusts richtet sich der Dramatiker Mohammad Al Attar. Mit Aleppo. A Portrait of Absence fragt er nach Möglichkeiten, die Stadt zu rekonstruieren – durch Erzählungen der Einwohner*innen von ihren Lieblingsorten. In einer Reihe „nicht-akademischer Vorträge“ unter dem Titel How Close Could We Get to the Light and Survive? erkundet der Künstler Rabih Mroué neue Formen in der Kunst, um über die Komplexität der Geschichte zu sprechen.

Kuratiert von Adania Shibli, Rabih Mroué und Mohammad Al Attar unter der Leitung von Katrin Klingan.

Im Rahmen von 100 Jahre Gegenwart