Spektral-Weiß. Die Erscheinung kolonialzeitlicher Europäer*innen


Fr, 01. November 2019 — Mo, 06. Januar 2020

Unbekannter Künstler, Schreckfigur «Kareau», Andamanen und Nikobaren, um 1900, Rautenstrauch-Joest-Museum, RJM 23331 | © Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln, Wolfgang Meier, rba d029031

Unbekannter Künstler, Schreckfigur «Kareau», Andamanen und Nikobaren, um 1900, Rautenstrauch-Joest-Museum, RJM 23331 | © Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln, Wolfgang Meier, rba d029031

Wie wurden Europäer*innen in der Kunst der Kolonisierten dargestellt? In seinem Buch The Savage Hits Back or the White Men through Native Eyes (1937) versammelte der Kölner Museumsdirektor und Ethnologe Julius Lips (1895–1950) Darstellungen, die Europäer*innen als „exotische“ und barbarische Fremde zeigen. Von den Nationalsozialisten ins Exil getrieben, entdeckte Lips in den Objekten eine subversive Kritik am „Kolonialherren“. Lips’ antikoloniale und antifaschistische Polemik wirkt angesichts gegenwärtiger Debatten um kolonialzeitliche Sammlungen höchst aktuell.

Die Ausstellung im Haus der Kulturen der Welt greift Lips’ Perspektivwechsel auf und fragt nach den Folgen dieser ersten „inversiven Ethnografie“ für die Ethnologie. Die ausgestellten Objekte und Fotografien thematisieren frühe Kontaktgeschichten, den Eingang europäischer Warenwelten in lokale Mythen und Rituale, die Geschichte von Handelsbeziehungen, Mission und kolonialer Kriege.
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Kuratiert von Anna Brus in Zusammenarbeit mit Anselm Franke
Im Rahmen von Kanon-Fragen

Ausstellung

01.11.2019–06.01.2020
Eröffnung Do 31.10.2019

Mi–Mo 12–19h, Do 12–22h
Di geschlossen, feiertags geöffnet

5€/3€, inkl. Zweitbesuch
Mo und unter 16 Jahren: Eintritt frei

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