Naoya Hatakeyama, Slow Glass #066 (Detail), © Naoya Hatakeyama
Archiv der Flucht, Installationsansicht, Foto: HKW / Sebastian Bolesch
Foto: Katy Otto

Do., 30. September 2021 — Mo., 20. Dezember 2021

Archiv der Flucht

Digitales Archiv
archivderflucht.de

Installation
30.09.–20.12.2021

Thementage
Do 30.09.–So 03.10.2021

Welche Formen des Erinnerns braucht es in heutigen Einwanderungsgesellschaften? Das Oral-History-Projekt betrachtet die Erinnerungen nach Deutschland migrierter Menschen als integralen Bestandteil deutscher Nachkriegsgeschichte und bewahrt sie vor dem Vergessen und Verdrängen.

Ein digitaler Gedächtnisort versammelt 41 dokumentarische Filminterviews mit Menschen, die in den letzten 70 Jahren in die Bundesrepublik oder die DDR eingewandert sind: Sie erzählen von Heimat und Exil, von dem, was Einwanderung bedeutet – und sie bezeugen eine vielschichtige, aufregende Erzählung der Geschichte dieses Landes. Im digitalen Archiv werden diese Geschichten der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich und für die politische Bildung und Migrationsforschung nutzbar gemacht. Anlässlich ihrer Veröffentlichung sind die Interviews im HKW in einer Installation zu sehen. In Workshops mit Schüler*innen und Lehrer*innen werden politische Bildungsprojekte initiiert; während der Thementage diskutierten Theoretiker*innen und Aktivist*innen Fragen entlang des Archivs die Notwendigkeit eines pluralen Gesellschaftsverständnisses.

Kuratiert von Carolin Emcke und Manuela Bojadžijev

Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier