Mo, 14. Oktober 2019

Salon für Ästhetische Experimente #15

Words for Struggle: How to Unearth Liberatory Languages Buried by History?

Drei entführte Jets auf einer Landebahn in der Wüste in der Nähe von Amman, Jordanien, 12. September 1970 | © Johan Grimonprez: „Dial H-I-S-T-O-R-Y“, Filmstill

Drei entführte Jets auf einer Landebahn in der Wüste in der Nähe von Amman, Jordanien, 12. September 1970 | © Johan Grimonprez: „Dial H-I-S-T-O-R-Y“, Filmstill

Diejenigen, die in den 2000er Jahren Teenager*innen waren, kämpfen heute darum, sich als politische Subjekte zu behaupten – zugleich sind sie aber Teil des kapitalistischen Systems, das an seine Grenzen stößt. Angesichts des heute zunehmenden Rechtspopulismus ist es an der Zeit, an Geschichten und Praktiken früherer Freiheitskämpfe zu erinnern, um faschistischen Tendenzen entgegenzuwirken. An die Stelle von revolutionären Gedichten und Widerstandsliedern ist jedoch unproduktiver Zynismus oder gespenstische Romantik getreten. Keins von beidem funktioniert in der gegenwärtigen Krise. Wie lässt sich revolutionäre Geschichtsschreibung neu denken? Wie können frühere Narrative heute reaktiviert werden? Wie lässt sich eine Sprache für den Widerstand finden?

Mit Marwa Arsanios, Övül Durmuşoğlu