8. Internationaler Literaturpreis

Preis für übersetzte Gegenwartsliteraturen
Fest der Shortlist & Preisverleihung mit Lesungen und Gesprächen 25.06.2016

Internationaler Literaturpreis 2016

Internationaler Literaturpreis 2016

Welche literarischen Transaktionen zwischen Autoren, Lesern, Übersetzern und Verlegern prägen gegenwärtiges Erzählen? Welche Erzählhaltungen und- räume, welche sprachlichen Polyvalenzen werden literarisch und übersetzerisch ausgemessen und wie bedingt transnationale Autorenschaft Weltzugriffe jenseits nationaler Kultur- und Denkökonomien? Zu welchen Formen findet die Praxis des Übersetzens angesichts sich immer schneller wandelnder Sprachcodes? Welche literarischen Transaktionen zwischen Autoren, Übersetzern, Lesern und Verlegern prägen zeitgenössisches internationales Erzählen? Wie und in welchen Vermittlungsketten findet gegenwärtig internationale Literatur statt? Welche Weltzugriffe und Erzählhaltungen bringt transnationale Autorenschaft hervor; welche sprachlichen Polyvalenzen gilt es übersetzend zu meistern?

Zum 8. Mal verleiht das Haus der Kulturen der Welt gemeinsam mit der Stiftung Elementarteilchen den Internationalen Literaturpreis für ein ins Deutsche erstübersetztes Werk der internationalen Gegenwartsliteratur.

Zum polyglotten Fest der Shortlist kommen am 25. Juni ab 14 Uhr die nominierten Autor*innen und Übersetzer*innen und das Preisträger-Duo 2016 in Diskussionen, Lesungen und Gesprächen mit den Juror*innen und weiteren Gästen zusammen: Sie alle geben Einblick in ihre Texte, ihre Praktiken des Schreibens und Übersetzens und diskutieren das Vermögen der Literaturen und die Ausweitung der Lesezonen in gegenwärtigen Weltzusammenhängen. Festlichen Ausklang findet der literarische Tag mit der abendlichen Preisverleihung um 19 Uhr.

Neu aufgeteilt wird 2016 die Preissumme von 35.000 € zwischen dem Preisträger-Duo: Mit 20.000 € für das Original (vormals 25.000 €) und 15.000€ für die Übersetzung (vormals 10.000€) wird die Bedeutung des Zusammenspiel zwischen Autor*in und Übersetzer*in in den transnational geprägten Prozessen gegenwärtiger Literaturproduktion akzentuiert.

In einem mehrstufigen Verfahren werden zunächst sechs Titel für die Shortlist, dann das Preisträger-Duo ermittelt. Derzeit sichtet die Jury alle Einreichungen deutschsprachiger Verlage sowie weitere eigene Vorschläge, insgesamt 151 Titel. Die Einreichungen kommen in diesem Jahr aus 56 Ländern; die Originaltexte sind in 31 Sprachen erschienen. Nicht nur auf diesem Gebiet ist das Spektrum der Shortlist-Titel seit 2009 breit gefächert: Renommierte Schriftsteller*innen wie Amos Oz stehen neben Debütautor*innen wie Krisztina Tóth, NoViolet Bulawayo; der klassische Roman steht neben literarischen Dokumentationen oder lyrischer Prosa. Der Internationale Literaturpreis fokussiert so den Vielklang literarischer Praktiken und zielt zugleich auf die Erweiterung des literarischen Kanons über nationale Grenzen hinaus.

Das Geschehen rund um den Literaturpreis wird von Studierenden online multimedial begleitet und ergänzt auf ilp-onblog.de

Ausschreibung 2016

Deutschsprachige Verlage konnten sich mit ihren Titeln bis zum 31.1.2016 bewerben.

Termine 2016

31. Januar
Anmeldeschluss für Titelvorschläge durch die Verlage

1. März
Einsendeschluss für Titel in Manuskript- bzw.Buchform

18. Mai
Bekanntgabe der Shortlist (ca. sechs Titel)

14. Juni
Bekanntgabe des Preisträger-Duos

25. Juni
Fest der Shortlist & Preisverleihung im Haus der Kulturen der Welt