DAAR

DAAR (Decolonizing Architecture Art Residency) ist ein Kollektiv für Kunst und Architektur sowie ein Künstlerresidenzprogramm mit Sitz in Beit Sahour, Palästina. Der Kern der Gruppe besteht aus Sandi Hilal, Alessandro Petti und Eyal Weizman. DAAR verbindet in seiner Arbeit Diskurs, räumliche Intervention, Bildung, kollektives Lernen, öffentliche Veranstaltungen und rechtliche Fragen. In der Umsetzung dieser Themen beschäftigt sich DAAR mit einem der schwierigsten Dilemmas der politischen Praxis: Wie kann man in einer Umgebung, in der das politische Kraftfeld so dramatisch verzerrt ist, sowohl konstruktive Vorschläge machen als auch kritisch arbeiten? Dazu bedarf es der Subversion, Wiederverwendung, Profanierung und Wiederverwertung der bestehenden Infrastruktur der kolonialen Besatzung. DAAR-Projekte wurden bei verschiedenen Biennalen und in Museen gezeigt, darunter die Venedig Biennale, das Bozar in Brüssel, die NGBK in Berlin, die Istanbul Biennale, die Architektur-Biennale Rotterdam, Home Works in Beirut, das Architekturforum Tirol in Innsbruck, die Tate in London, die Oslo Triennale, das Centre Pompidou in Paris. Die DAAR-Mitglieder sind international in der Lehre tätig, halten Vorträge und veröffentlichen auch international. 2010 wurde DAAR mit dem Prinz-Claus-Preis für Architektur ausgezeichnet, erhielt ein Art initiative-Stipendium und wurde für den Chernikov-Preis nominiert. Die Projekte von DAAR sind in dem Buch Architecture after Revolution (Sternberg Press, 2013) dokumentiert.

Stand: März 2014

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