04.–06.6.2009

Beyond Multiculturalism?

Fragen an die Einwanderungsgesellschaft

Internationaler Kongress

„Just who belongs together with whom, and for what purposes, and on what authority?“ (David Hollinger)

Globalisierung versus Nation: Die zunehmende Dynamik der globalen Migration stellt nationale Kulturen nachhaltig in Frage. Die gegenwärtige Realität in vielen Einwanderungsgesellschaften ist von dieser Spannung geprägt. Der Kongress fragt nach aktuellen, zukunftsfähigen Leitbildern für die immer vielfältigeren Einwanderungsgesellschaften der Gegenwart und Zukunft.

Das Modell Multikulturalismus, das Menschen nach ihrer Herkunft einordnete, ihnen Gruppenrechte zugestand und zugleich zu „Fremden“ in der Mehrheitsgesellschaft machte, scheint überholt. Was kann ein Theorieansatz wie „Super-Diversity“ leisten, der Faktoren wie Migrationswege, den rechtlichen Status, Mehrsprachigkeit, Alter, Bildung und Geschlecht berücksichtigt? Ein Ansatz, der davon ausgeht, dass unsere Gesellschaften und ihre Einwanderungsbevölkerungen heute eine innere Komplexität erreicht haben, die jedes uns bislang bekannte Maß überschreitet. Welcher Handlungsbedarf, welche politischen Notwendigkeiten entstehen? Was bedeutet die zunehmende gesellschaftliche Vielfalt für Institutionen in Politik und Kultur? Wie wirkt sich die wachsende Diversität auf das Kulturverständnis in Deutschland und Europa aus? Der internationale Kongress diskutiert diese Fragen mit Experten aus Wissenschaft, Kultur und Politik.

Im Rahmen von 1989 – 2009 Das Haus der Kulturen und die Welt.

Gefördert durch

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Mit Unterstützung der

ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

Präsentiert von

taz. Die Tageszeitung